Friederike

Wann:
14. September 2019 um 19:00 – 22:00
2019-09-14T19:00:00+02:00
2019-09-14T22:00:00+02:00
Wo:
 U3 Station Kendlerstraße, Ausgang Steinbruchstraße
Kendlerstraße 35
1140 Wien
Preis:
kostenlos

Programm 

(bei Schlechtwetter 19.9.)


19:00 – 19.30 Konzertanter Aufbau
Pavel  Naydenov:  Chor
Einen Chor zu starten ist ein Vergnügen – aber auch eine Herausforderung. Ein Chor ist eine Manifestation kollektiver Arbeit. Der Chor als soziale Gruppe weist alle Aspekte der sozialen Struktur auf und Jede und Jeder versucht aktiv ihren/seinen Platz in diesem Puzzle zu finden. Und doch ist ein Chor mehr als nur eine Gruppe von Leuten, die sich zusammenfinden. Es geht darum, wie etwas durch kollektives Investieren von Zeit, Fähigkeiten und Vertrauen realisiert werden kann.Die Wurzeln chorischer Musik liegen in folklorischen, kollektiven, künstlerischen Praktiken. Zu früheren Zeiten kamen Menschen zusammen um zu singen. Sie besangen das Wetter, die Jahreszeiten, sangen über bedeutsame Lebens – Geschehnisse wie Geburt und Tod und es gab Gesänge die vor Unglück beschützen. Später entwickelten sich mit der Industrialisierung dann Arbeiter-Lieder und Stadt-Lieder. Der mächtigste Wert des kollektiven Singens besteht im Zusammenbringen von Menschen. Und über die Lust am Musizieren werden die Teilnehmenden so frei, ihre eigene Stimme zu erheben und freuen sich am Zusammensein mit Freunden in einer anregenden, künstlerischen Atmosphäre. Und wie steht es mit zeitgenössischer, chorischer Musik? Wie weit sind wir damit? Schaffen wir es, gemeinsam zu singen, unsere Differenzen zu vergessen und mehr auf die Dinge zu blicken, die uns belasten und das Leben erschweren?


19.30 – 20.00
Eröffnungsworte ( Bezirksvorsteherin, evtl. VKH)


20.00 – 20.30
Intro Thomas Ballhausen


20.30 – 21.20 

Wundertüte der Stummfilmgeschichte: getanzte Werbeeinschaltung, erträumte Stadtlandschaft ( Kooperation mit den Breitenseer Lichtspielen zur Feier des 110-jährigen Jubiläums)
Mobile Architektur braucht ein entsprechendes filmisches Programm, um Fragen von Urbanität und Kultur angemessen zu reflektieren: Das zusammengestellte Programm, eine kleinteilige Wundertüte aus der anglo-amerikanischen Stummfilmgeschichte, ist ganz der Auseinandersetzung mit Materialität und Geschwindigkeit verpflichtet. Die genreübergreifende Zusammenstellung, die von der charmanten Romanze bis zum Western reicht, von der getanzten Werbeeinschaltung bis zur Auseinandersetzung mit erträumten Stadtlandschaften, korrespondiert dabei mit der einzigartigen Aufführungssituation performativer Architektur. Projektionsfläche und projiziertes Material verbinden sich, ohne mediengeschichtliche Aspekte zu unterschlagen, zu einem unterhaltsamen Angebot, das einen perfekten Auftakt für die Veranstaltungsreihe darstellt und gleichzeitig an die mobile Gründerzeit der Lichtspiele als Wanderkino erinnert. Die ungewöhnliche Auswahl historischer Kurzfilme entspricht sowohl dem städtischen (Aufführungs-)Raum in der Nachbarschaft der Breitenseer Lichtspiele, Wiens ältestem Kino, wie auch den eingängigen Programmstrategien der Stummfilmzeit. Die gegenwärtige musikalische Annäherung und die ambulante Raumstruktur des Projekts erlauben, eine Aktualisierung einzigartigen filmischen Materials. (Kuratiert von Thomas Ballhausen.)

21.20 – 21.50
Konzertanter Abbau
s. Text oben

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