Führung durch den George-Washington-Hof

Während wir durch die fünf weitläufigen Höfe schlendern, hören wir Fakten und Anekdoten aus der Vergangenheit, treffen auf junge BewohnerInnen, Naschbäume und Kunstwerke. Der heute denkmalgeschützte Gemeindebau, der sich über den 10. und 12. Wiener Gemeindebezirk erstreckt, wurde von den Architekten Karl Krist und Robert Oerly als Gartensiedlung geplant. Die „Wohnhausanlage bei der Spinnerin am Kreuz“ – ursprünglich nach dem prominenten Wahrzeichen des Wienerbergs benannt – wurde 1930 fertiggestellt und zwei Jähre später anlässlich des 200-jährigen Geburstags von George Washington umgetauft. Die Nachbarschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Die einstigen Fabriken und Ziegelteiche, die man hier am Bergrücken an Wiens Südrand errichtete, sind heute modernen Hochhaustürmen gewichen, die das neue Geschäfts- und Wohnviertel „Wienerberg City“ entlang der Triester Straße und der Wienerbergstraße prägen. Die lange Tradition der Bespielung mit Kunst und Kultur in Gemeindebauten wird hingegen mit der bevorstehenden EXPO Gemeindebau fortgeführt.

von Sandra Voser