IM GEGENÜBER – Über die Liebe zur Unbeständigkeit

„Eine Performerin, die sich für die Fotografin bewegt. Eine Performance, entwickelt für die Kamera. Zwei Analogien – gesehen werden und sehen – in einem wortlosen Dialog zwischen Bewegung und Betrachtung.“ 
Von 17. bis 19. Jänner 2020 stand der Creative Cluster Projektraum Schlingermarkt in Floridsdorf unter dem Motto „Im Gegenüber“. Eröffnet wurde die Ausstellung am Floridsdorfer Markt mit einer Liveperformance, beendet mit einem kostenlosen Workshop zu Zeitgenössischem Tanz, Zirkus & Fotografie. Die Fotografin Martina Stapf hat sich in ihrer Arbeit mit der Beziehung zwischen Körper und Raum sowie der intimen Beobachtung von Bewegungen beschäftigt. Der Grundgedanke: Körper und Raum stehen in einer ständigen Beziehung zueinander und es findet immer eine Kommunikation auf mehreren Ebenen zwischen diesen beiden Elementen statt. Daher setzt Stapf den Fokus auf den performenden Körper und sein Umfeld und geht davon aus, dass der Körper ständig einem sozialen Umfeld ausgesetzt ist, auf dieses reagiert und von ihm regiert wird.

Wie schafft man es nun die vielschichtige Bewegung des Körpers fotografisch, also zweidimensional darzustellen? Performerin und Fotografin stellen die Bewegungen über einen bedruckten Baumwollstoff dar, der dem an sich unbeweglichen Medium Foto das fließende Element einer Bewegung verleiht. So schaffen sie es Körper und Raum zu verbinden.

Auf den Bildern zu sehen ist Tänzerin Verena Schneider, die im Creative Cluster Projektraum am Schlingermarkt auch live performt hat. Es wurden der Raum, die Umgebung und die Menschen aktiv miteinbezogen.

von Jelena Pantić-Panić