Kultur im Speck mit Erich Sperger

Stadtlabor-Korrespondentin Sandra Voser hat sich in den Speckgürtel begeben. In Wiens Süden lernte sie einen hochgradig urbanen und mit dem Umfeld eng verwobenen Hotspot für Kultur kennen und schätzen. Unter der Leitung des „Verein für soziale, kommunikative und kulturelle Impulse“ ist in der ehemaligen Liesinger Sargerzeugung seit 2015 ein experimentelles Kulturzentrum entstanden, das sich täglich weiterentwickelt.

Das Team um Erich Sperger hat sich im ehemaligen Verwaltungstrakt der teilweise denkmalgeschützten Fabrik für die tägliche Arbeit eingerichtet. Hier treffe ich den umtriebigen Kulturprojektentwickler auf ein Gespräch. Die Nachnutzung von stillgelegten Fabriken wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Das F23 ist bereits das siebte Areal, das er kulturell belebt und so einer breiten Öffentlichkeit zuführt. Mitten im stark anwachsenden Atzgersdorf und unweit von Harry Glücks berühmten Wohnpark Alterlaa gelegen, werden die ehemaligen Produktionshallen seit der Betriebsschließung zwischengenutzt: mit Konzerten, Kinderprogrammen, Zirkusaufführungen, Festivals, Ausstellungen, Märkten, aber auch als Probebühne für Tanz und Theater sowie als Drehort für Film-Crews. Wieso das F23 schon ein Stadtlabor gewesen ist, bevor es nun offiziell zu einem ernannt wurde, was das mit Greta Thunberg zu tun hat und welche Wünsche für die Zukunft noch offen sind, verrät Erich Sperger im Interview.

von Sandra Voser